Auf den Spuren der Werke des Giotto des Val di Fassa
Winterwandern • Val di Fassa
Auf den Spuren der Werke des Giotto des Val di Fassa
Eine Reise in die Vergangenheit nach Muncion, einem der ältesten Dörfer des Tals: sonnig, vor Hochwasser geschützt und von der Kirche Sant’Anna (St. Anna) behütet, der Seele der Bergwelt am Fuße des Larséch.
In Mazzin spiegelt sich die ladinische Architektur in den Häusern, Scheunen und vor allem in den Brunnen wider. Mit ihren Schindeldächern und klar getrennten Räumen waren sie einst echte Treffpunkte: Hier kam man zusammen, um Gemeinschaft zu pflegen, sich auszutauschen, Geschäfte zu machen und manchmal auch, um sich zu verlieben, während die Frauen Wäsche wuschen und die Männer das Vieh tränkten.<br />Von Mazzin aus erreichen Sie den Ortskern von Ronch, vor den Toren von Muncion, einer der ältesten Siedlungen in den Höhenlagen des Fassatals. Folgen Sie anschließend dem Via-Crucis-Weg (Kreuzweg) aus den Jahren 1873-74, gelangen Sie zurück nach Pera, dem Dorf von Tita Piaz, der als "Teufel der Dolomiten" in die Geschichte eingegangen ist. Mit nur zwanzig Jahren erlangte er durch die Besteigung des Winkler-Turms, eines der Vaiolet-Türme, internationale Bekanntheit.<br />Neben dem Friedhof von Pera, wo er begraben liegt, steht die Kirche San Lorenzo (St. Lawrence, 1603). Sie bewahrt die wertvollen Gemälde von Francesco Bernard, genannt "Franzeleto": dem großen Bauernmaler, Landsmann und Wehrdienstkollegen von Tita Piaz, der liebevoll als "Giotto des Fassatals" bezeichnet wurde.