Hauptmann-Theodor-Bernatz-Artilleriepfad (B51A)
Fernwanderweg
Hauptmann-Theodor-Bernatz-Artilleriepfad (B51A)
Ein Militärpfad zum Gedenken an Hauptmann Theodor Bernatz, jenen Offizier der k.u.k. Armee, der am längsten das Kommando über den Nardìs-Untersektor innehatte.
Dieser nahezu ebene Höhenweg verläuft zwischen der <b>Seyfriedhütte</b> auf 2.550 m und der windexponierten <b>Ganöta-Scharte</b> auf 2.565 m – eine Bergspalte nordwestlich des <b>Cima Tamalè</b> Gipfels. Hier misst sich die Zeit am langsamen Zerfall des Gesteins selbst, und bei genauerer Betrachtung lassen sich noch einzelne Abschnitte der steinernen Pflasterung erkennen: greifbare Zeugnisse militärischer Ingenieurskunst, geschaffen, um das Gewicht von Soldaten und Lasttieren zu tragen und dem Abrutschen des Untergrunds für einen sicheren Durchgang entgegenzuwirken. <p>Schon bald erreicht der Pfad die <b>strategisch bedeutenden Ganöta-Posten</b>. Von hier eröffnet sich ein <b>weites Panorama</b>, in dem Geologie und Geschichte untrennbar miteinander verschmelzen. Weite Teile der <b>Adamello-Gruppe</b> liegen zu Füßen, der Blick fällt in das tief eingeschnittene Val Genova Tal mit seinen Seitentälern – Germenega, Siniciaga, Làres, Folgorida und Stablel. Hoch darüber thront, einem schlafenden Riesen gleich, der <b>Vedretta di Làres</b> Gletscher, während im Hintergrund der mächtige <b>Carè Alto</b>, der legendäre <b>Corno di Cavento</b> und der schroffe Crozzon di Làres dominieren. Im Norden umrahmt das obere Val di Nardìs Tal den majestätischen Gipfel der <b>Cima Presanella</b>. Zu Kriegszeiten verband dieser Weg entlang des Tamalè-Kamms die Posten und Artilleriestellungen am Gebirgskamm – teils über Stege und seilgesicherte Passagen – bis zur Seilbahnstation am <b>Passo Scarazzon delle Rocchette Bergpass</b>.</p>