"Sono tranquillo, altrettanto siatelo voi"
Ezio Setti. Spuren und Dokumente
Ein doppelter Ausstellungsweg zwischen dem Stadtmuseum und dem Bahnhof Rovereto.
Das Projekt rekonstruiert die Geschichte von Ezio Setti, ursprünglich aus Marco, durch zwei miteinander verbundene Wege: eine dokumentarische Ausstellung über sein Leben, das in Mauthausen ein jähes Ende fand, und eine ortsspezifische Installation, inspiriert von seinem letzten Brief, der auf wundersame Weise seine Familie erreichte.
Der dokumentarische Kern des Projekts wird im “Museo della Città” gezeigt. Die Ausstellung “Ezio Setti. Spuren und Dokumente, Marco 1887 – Mauthausen 1944” rekonstruiert die menschliche und politische Persönlichkeit des Protagonisten anhand eines historischen Weges aus persönlichen und öffentlichen Fotografien, Memoiren und Originaldokumenten.
Die Intervention der öffentlichen Kunst verlagert sich in den Unterführungsbereich des Bahnhofs Rovereto und verwandelt einen Ort des unachtsamen Durchgangs in einen Raum des „Stolperns“ in der Erinnerung. Hier repliziert eine Vorrichtung – so oft wie die Tage seiner Inhaftierung in Mauthausen – den Fall des letzten von Setti geschriebenen Briefes, der aus dem rennenden Viehwaggon in Richtung des Vernichtungslagers geworfen wurde. Begleitend zur Installation dokumentiert eine Sammlung von Schwarz-Weiß-Fotografien die Orte von Settis Leben und bezeugt deren Fortbestehen in der heutigen Geografie.
Die Ausstellung wird gefördert von der Fondazione Museo Civico di Rovereto, dem Nuovo Cineforum Rovereto und der Stadt Rovereto, mit dem Beitrag der Fondazione Caritro, unterstützt von der Autonomen Provinz Trient und unter der Schirmherrschaft von ANPI Rovereto–Vallagarina “Angelo Bettini”, MITAG – Italienisches Historisches Kriegsmuseum Rovereto und ANED – Nationalverband.
Projekt von Matteo Setti Peterlini.