Im Val San Nicolò, auf den Spuren der Legende von Similuce
Schneeschuh • Val di Fassa
Im Val San Nicolò, auf den Spuren der Legende von Similuce
Im Licht eines üppig grünen Tals, zwischen den Wasserfällen des San-Nicolò-Baches, liegt das Reich des Steinadlers. Doch nicht nur die märchenhafte Landschaft verleiht diesem Ort seinen besonderen Reiz: Das Tal bewahrt auch faszinierende Spuren des Ersten Weltkriegs, der religiösen Verehrung und der Bergkultur.
Eine Wanderung, die von Pozza bis zum Eingang des San Nicolò und zur Baita Ta Ciajaa in der Ortschaft Saùch führt. Plötzlich öffnen sich vor Ihren Augen die Zwillingspfeiler der Maerins, die Monzoni und die Grate der Costabella mit der Cima Uomo, während im Hintergrund der Col Ombert die reizvolle Holzkapelle Santa Maria delle Vette wie in einer Umarmung zu schützen scheint. In diesem Seitental leuchten im Sommer die Almen, Moose verbergen kostbare geologische Formen, die Wälder erklingen vom Hämmern der Spechte und die Wiesen sind von seltenen Blumen übersät. Im Winter wird alles vom Schnee gedämpft und die Stille wirkt beinahe unwirklich. Hier lebt auch die Legende von Similuce weiter: ein Mädchen, das von König Laurin wie eine Tochter aufgezogen wurde und sich danach sehnte, die Königin Marmolada zu treffen. Mit Hilfe einer magischen Pfeife gelang ihr dieses Vorhaben: Sie ließ den Vogelgesang verstummen, um einen Oger einzuschläfern, und blendete mit dem Licht der Schmetterlinge die Hexen, die sie zu ihrer Dienerin machen wollten.